Gefälle zum Ablauf
Unter 1,5 Prozent steht Wasser auf der Fläche, über 2 Prozent ist die Barrierefreiheit nach DIN 18040 nicht mehr eingehalten. Das Fenster ist schmal und wird im Estrich gebaut.
Rhein-Ruhr und Umgebung
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Wand und Boden, bodengleiche Duschen, Wandnischen. Die Verbundabdichtung nach DIN 18534 liegt bei mir unter jeder Fläche, die Wasser abbekommt. Aufmaß vor Ort, Festpreis vor Beginn, im Rhein-Ruhr-Gebiet.
Abdichtung
Ein häusliches Bad trägt bis zu drei verschiedene Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18534. Der Boden wird in jedem Fall abgedichtet, bei den Wänden entscheidet der Untergrund.
| Fläche im Bad | Klasse | Abdichtung |
|---|---|---|
| Wand über dem Waschbecken | W0-I | nicht erforderlich |
| Wand im Duschbereich | W1-I | bei feuchteempfindlichem Untergrund |
| Boden im Duschbereich | W2-I | immer |
| Übriger Boden mit fester Abtrennung | W1-I | immer |
| Übriger Boden ohne feste Abtrennung | W2-I | immer |
Einordnung nach DIN 18534, Teil 1 und Teil 3. Ein Duschvorhang zählt nicht als Abtrennung. Ohne feste Trennwand fällt der gesamte Badboden in die höhere Klasse, und damit ändert sich, was abgedichtet werden muss.
Aufbau
Die Fliese ist die oberste Lage und die einzige, die Sie danach noch sehen. Darunter liegt die Verbundabdichtung, die das Wasser aus dem Bauteil hält. Wird an ihr gespart, steht die Feuchte Jahre später in der Wand des Nebenraums.
Von oben nach unten gelesen
Die Fliese liegt im Verbund auf der Abdichtung und schützt sie mechanisch. Wasserdicht ist sie selbst nicht, die Fuge noch weniger.
Verlegt wird im Dünnbett, und zwar mit dem Kleber, den das Prüfzeugnis des Abdichtungssystems nennt. Die Zahnung richtet sich nach dem Format.
Erst mit der zweiten Lage ist die Fläche dicht. Mineralische Dichtungsschlämme braucht zwei Millimeter Trockenschichtdicke, Reaktionsharz einen.
Satt und ohne Auslassung aufgezogen. Danach lüftet die Fläche mindestens drei Stunden ab, bevor die zweite Lage darauf kommt.
In die frische erste Lage eingebettet, an Wand-Boden-Anschlüssen, Bewegungsfugen und Rohrdurchführungen. Die Wanne bekommt ein Wannenabdichtband.
Saugender Putz bekommt Tiefengrund, Beton und sehr glatte Flächen einen Haftgrund. Ohne die passende Grundierung haftet die Abdichtung ungleichmäßig.
Gesäubert, getrocknet und egalisiert, bei größeren Schäden neu verputzt. Holz und Holzwerkstoffe scheiden für eine Verbundabdichtung aus.
Mindesttrockenschichtdicken nach DIN 18534, Teil 3. Die Silikonfuge gehört nicht zu diesem Aufbau. Sie ist eine Wartungsfuge und wird im Lauf der Jahre erneuert.
Bodengleiche Dusche
Der schwellenlose Einstieg braucht Platz nach unten. Zwischen roher Decke und fertiger Oberfläche muss Raum für Gefälle, Abdichtung und Ablauf bleiben. Flache Duschelemente beginnen bei 50 Millimetern.
Im Bestand liegen oft Holzbalkendecken. Dusche, Unterkonstruktion und nasser Belag bringen zusätzliche Last ein, deshalb prüfe ich die Decke, bevor ich den Umbau zusage.
Entscheidend ist, wo das Fallrohr sitzt und ob das Gefälle bis dorthin reicht. Liegt der Anschluss höher als die Dusche, kommt eine Pumpe mit Rückschlagventil in Frage.
Holzbalkendecken nehmen Schwingungen auf, Abflussgeräusche wandern in angrenzende Räume. Pumpe und Ablauf gehören auf eine schwingungsdämpfende Unterlage, zugänglich für die Wartung.

Praxis
Die Abdichtung selbst ist Handwerk nach Vorschrift. Schäden entstehen fast immer an den Anschlüssen und an Entscheidungen, die vor dem ersten Fliesenschnitt fallen.
Unter 1,5 Prozent steht Wasser auf der Fläche, über 2 Prozent ist die Barrierefreiheit nach DIN 18040 nicht mehr eingehalten. Das Fenster ist schmal und wird im Estrich gebaut.
Der Ablauf gehört an die tiefste Stelle der Fläche und muss lagesicher im Estrich sitzen. Sitzt er daneben, läuft das Wasser auf ihn zu und bleibt davor stehen.
Bei einer Rinne an der Rückwand steigt der Boden seitlich an, am Austritt entsteht ein Versatz. Eine Wassernase von vier bis fünf Millimetern hält das Wasser zurück.
Wo der Boden an Wand, Türschwelle oder einen anderen Belag stößt, kommt eine Bewegungsfuge hin. Fehlt sie, reißt die Fläche genau dort, wo sie am meisten arbeitet.
Die Wasserführung wird geprüft, bevor die erste Fliese liegt. Ich staue die abgedichtete Fläche an, sehe zu, wohin das Wasser läuft, und prüfe die Decke im Raum darunter.
Ablauf, Pumpe oder Hebeanlage müssen erreichbar bleiben. Dafür setze ich eine geflieste Revisionsklappe, die im Fugenbild der Fläche aufgeht statt daneben zu sitzen.
Die Obergrenze des Gefälles steht in DIN 18534, Teil 3, die Untergrenze kommt aus der Ausführungspraxis. Beide beschreiben dasselbe schmale Fenster.
Rutschhemmung
Die R-Klassen stammen aus DIN 51130 und werden auf einer schiefen Ebene mit Öl geprüft. Sie schließen lückenlos aneinander an. Eine höhere Klasse beschreibt einen anderen Einsatzbereich, keine bessere Fliese.
Für den Badboden außerhalb der Dusche reicht in der Regel R9 oder R10. In der Dusche selbst zählt die Barfußklasse nach DIN 51097, dort sind mindestens B, besser C empfohlen. Mehr Profil ist schwerer zu reinigen, im privaten Bad ist die höchste Klasse selten die passende.
Ablauf
Zwischen den Arbeitsschritten liegen Zeiten, in denen nichts passieren darf. Diese Trockenzeiten sind der Grund, warum ein Bad nicht an zwei Tagen fertig wird.
Ich messe die Flächen, prüfe den Untergrund und kläre Format, Rutschhemmung und Abdichtungsbedarf.
60 bis 90 MinutenAlten Belag herunternehmen, Schadstellen verputzen, spachteln und je nach Saugverhalten grundieren.
je nach ZustandDichtband in die erste Lage einbetten, ablüften lassen, zweite Lage aufziehen und die Fläche prüfen.
3 Stunden AblüftzeitErst die Wand, dann der Boden, die Zahnung nach Fliesenformat. Ganze Fliesen an die Außenkanten.
Bad: 3 bis 7 TageNach dem Aushärten des Klebers verfugen, danach die Rand- und Anschlussfugen dauerelastisch schließen.
frühestens nach 24 hDie Spanne für den reinen Fliesenanteil liegt je nach Badgröße zwischen drei und sieben Tagen. Den verbindlichen Termin lege ich nach dem Aufmaß fest.
Kosten
Einen Quadratmeterpreis, der für jedes Bad gilt, gibt es nicht. Der Preis hängt am Zustand des Untergrunds, am Abdichtungsbedarf und am Format.
| Position | Einheit | Marktspanne |
|---|---|---|
| Alte Wandfliesen entfernen | je m² | 15 bis 35 Euro |
| Alte Bodenfliesen entfernen | je m² | 25 bis 55 Euro |
| Spachteln und grundieren | je m² | 5 bis 10 Euro |
| Abdichtung im Nassbereich | je m² | rund 20 Euro |
| Verlegen mit Verfugen | je m² | 30 bis 40 Euro |
| Elastische Randfuge | je lfm | 3 bis 6 Euro |
| Zuschlag Wanne und Laibung | pauschal | 200 bis 300 Euro |
| Fahrtkosten | pauschal | 50 bis 80 Euro |
Bundesweite Marktspannen, Stand Oktober 2026. Zwischen Großstadt und Land liegt ein deutlicher Abstand: in München 60 bis 90 Euro, in ländlichen Regionen 40 bis 60 Euro je Quadratmeter. Mein Angebot entsteht nach dem Aufmaß bei Ihnen.
Abdichtung, Bodenfliesen und die Eigenschaften der Fliese im Einzelnen:
Einsatzgebiet
Bäder fliese ich im gesamten Rhein-Ruhr-Gebiet und in den angrenzenden Regionen. Für das Aufmaß komme ich zu Ihnen, den Termin stimme ich vorher mit Ihnen ab.
Fragen
Die Fliese nicht, und die Fuge erst recht nicht. Beide lassen Feuchtigkeit durch. Auch die Silikonfuge in der Ecke ist keine Abdichtung, sondern eine Wartungsfuge, die nach einigen Jahren erneuert wird. Dicht wird eine Dusche durch die Verbundabdichtung darunter, geregelt in der DIN 18534. Die trage ich auf, bevor die erste Fliese an die Wand kommt.
Bis unter die Decke nicht. Ich dichte dort ab, wo Wasser an die Wand kommt, und das deckt sich selten mit der Fliesenfläche. Über dem Waschbecken gilt die Klasse W0-I, dort ist keine Abdichtung nötig. Im Duschbereich wird abgedichtet, und die Abdichtung läuft mindestens 20 cm über die höchste Wasserentnahmestelle hinaus. Oberhalb davon ist die Fliese eine Gestaltungsfrage.
Das entscheidet der Bodenaufbau, nicht der Geschmack. Eine geflieste Dusche braucht Gefälle zum Ablauf, eine Verbundabdichtung und genug Höhe für Ablauf und Geruchsverschluss. Eine Duschwanne mit fertiger Oberfläche wird nicht zusätzlich gefliest, dafür bleibt ihre Kante sichtbar. Was in Ihrem Bad geht, sehe ich beim Aufmaß am vorhandenen Bodenaufbau.
Für den reinen Fliesenanteil liegen die üblichen Werte bei drei bis fünf Tagen bis fünf Quadratmeter, vier bis sechs Tagen zwischen fünf und zehn Quadratmetern und fünf bis sieben Tagen darüber. Eine komplette Badsanierung mit Rohinstallation dauert 2 bis 4 Wochen, daran hängen aber mehrere Gewerke. Meinen Teil terminiere ich nach dem Aufmaß.
Ein Auftragsbeispiel aus einem Vergleichsportal über ein Bad mit sechs Quadratmetern Wand- und Bodenfläche liegt bei 1.800 bis 2.300 Euro. Das ist ein Marktwert, keine Preisauskunft für Ihr Bad. Zustand des Untergrunds, Abdichtungsbedarf und Format verschieben die Summe erheblich. Verbindlich wird der Preis nach dem Aufmaß bei Ihnen.
Beim Format 30 × 60 cm sind 2 bis 3 mm üblich. Schmaler geht nur mit rektifizierter Ware, deren Kanten nach dem Brand auf exakt 90 Grad geschnitten sind. Wichtiger als das letzte Zehntel ist, dass die Breite über die ganze Fläche gleich bleibt. Jede Abweichung sieht man im Streiflicht, und im Bad fällt genau so ein Licht von der Seite auf die Wand.
Im Bad nehme ich ihn herunter. Die Verbundabdichtung wird auf einen gesäuberten, trockenen, grundierten und egalisierten Untergrund aufgetragen, so steht es in den Prüfzeugnissen der Abdichtungssysteme. Eine alte Fliesenfläche erfüllt das nicht ohne Weiteres. Dazu kostet jede zusätzliche Lage Aufbauhöhe, und die ist im Bestand ohnehin knapp.
Kontakt
Schildern Sie Ihr Vorhaben, gern mit Fotos vom jetzigen Zustand. Ich melde mich am selben Werktag und stimme einen Termin für das Aufmaß ab.
